Archiv vom August, 2011:
A piece of heaven…
Gute im namen von gott Photos:
A piece of heaven…

Bild von hoptographie
… and they fly again…
Title inspired by the german song
STÜCK VOM HIMMEL — by Herbert Grönemeyer …listen…
Warum in seinem Namen
Wir heissen selber auch
Wann stehen wir für unsere Dramen
Er wird viel zu oft gebraucht
Alles unendlich, unendlich
Welche Armee ist heilig
Du glaubst nicht besser als ich
Die Bibel ist nicht zum Einigeln
Die Erde ist unsere Pflicht
Sie ist freundlich, freundlich, wir eher nicht
Ein Stück vom Himmel
Ein Platz von Gott
Ein Stuhl im Orbit
Wir sitzen alle in einem Boot
Hier ist dein Haus
Hier ist, was zählt
Du bist überdacht
Von einer grandiosen Welt
Religionen sind zu schonen
Sie sind für die Moral gemacht
Da ist nicht eine hehre Lehre
Kein Gott hat klüger gedacht
Ist im Vorteil, im Vorteil
Welches Ideal heiligt die Mittel
Wer löscht jetzt den Brand
Legionen von Kreuzrittern
Haben sich blindwütig verrannt
Alles unendlich, warum unendlich, krude Zeit
Ein Stück vom Himmel
Ein Platz von Gott
Ein Stuhl im Orbit
Wir sitzen alle in einem Boot
Hier ist dein Heim
Dies ist dein Ziel
Du bist ein Unikat
Das sein eigenes Orakel spielt
Es wird zuviel geglaubt
Und zuwenig erzählt
Es sind Geschichten
Sie einen diese Welt
Nöte, Legenden
Schicksale, Leben und Tod
Glückliche Enden
Lust und Trost
Ein Stück vom Himmel
Der Platz von Gott
Es gibt Milliarden Farben
und jede ist ein anderes Rot
Dies ist Dein Heim
Dies ist unsere Zeit
Wir machen vieles richtig
Doch wir machens uns nicht leicht
Dies ist mein Haus
Dies ist mein Ziel
Wer nichts beweist
Der beweist schon verdammt viel
Es gibt keinen Feind
Es gibt keinen Sieg
Nichts gehört niemand alleine
Keiner hat sein Leben verdient
Es gibt genug für alle
Es gibt viel schnelles Geld
Wir haben raue Mengen
Und wir teilen diese Welt
Wir stehen in der Pflicht
Sie ist freundlich
Warum wir eigentlich nicht
Metamorphosis – Golgatha – III

Bild von h.koppdelaney
The End
I face the sun going down
And I cry:
Oh my God, why have you forsaken me?
HKD
Ich stellte die Frage:
Mein Gott, mein Gott! Warum hast du mich verlassen?
Natürlich kam keine Antwort.
Heute ist mir klar:
Wenn Gott mich nicht verlassen hätte, hätte ich ihn nicht gefunden.
(Naja – eigentlich hat „er“ mich gefunden
))
Psychologisch: Wenn mich „Gott“ nicht verlassen hätte, wäre „er“ als Projektion im Außen geblieben. In der Folge der Entwicklung muss das Gottesbild, die Vorstellung von einer Entität mit dem Namen Gott, überwachsen werden, sonst kann Gott (das göttliche Prinzip) nicht in einem selbst erscheinen.
Mein nächster Schritt war die buddhistische Einstellung, nämlich die, dass Buddha (Gott) im Menschen selbst zu finden sei. Damit beginnt die Suche nach Gott im eigenen Inneren. Der spirituelle Weg. Vom volkstümlichen Gottesbild zur göttlichen Energie in einem selbst. Das ist eine Veränderung des inneren Focus. Die Erlösung kommt nicht mehr von Außen, vielmehr ist sie ein ganz persönlicher Prozess.
Die christliche Mystik und besonderes Meister Eckhart bestätigen diesen Wandel: „Der Vater und Ich sind eins.“ Gott ist in dir. Du bist Buddha. Die Entwicklung läuft nach einem autonomen Plan vom Ego-Bewusstsein zum Buddha-Bewusstsein. Es gibt schließlich in der Tat nichts mehr zu tun.
Und eines habe ich festgestellt: Ich bin nirgendwo hingegangen. Ich war immer schon da. Ich wusste es nur nicht. Doch auf meinem Pfad habe ich verstanden: Die Reise ist das „Ziel“. Der Augenblick.
Es gibt keinen Ort der Seeligen – kein Paradies – aber es gibt den Frieden mit dem Jetzt – das Paradies oder die Seligkeit auf Erden – oder im eigenen „Klartraum“. Seligkeit ist nicht ortsgebunden sondern überall im Hier und Jetzt.
Auch im Krankenbett in dem ich vor einigen Jahren lange gelegen habe…
Ostern spiegelt für mich den Untergang meiner Ego-Maske. Der psychische Todesvorgang wird von der Auferstehung begleitet. Die Seele wird von überwachsenen Vorstellungen befreit.
Und dann, nach all der Angst und Qual bricht der Frühling und das Leben wieder auf. Der Pessimismus, die Ebbe, wird vom Optimismus und der Fülle wieder abgelöst. Das ewige Spiel des Einen.
HKD
Buddha’s Light

Bild von h.koppdelaney
Searching the Light
Buddha:
Be yourself the Light
HKD
Suche nach Licht
Wenn der freie Geist dazu motiviert wird, sich von einer spezifischen Energie leiten zu lassen, wird er durch diesen Vorgang unfrei. Ich fühlte mich vom Geist Buddhas motiviert, seine Lehren mit meinem Verstand zu assimilieren und die Essenz mit Bewusstheit zu durchdringen.
Das Verstehen bringt Licht in die Dunkelheit der Unwissenheit. Daher ist der Weg des Lichtes für mein Leben so wichtig. Aufgrund der Pilgerschaft und der zurückgelegten Pfade (Übungen, Meditation, Sadhana) entsteht das Licht. Dunkelheit war für mich die Ohnmacht meinen Gefühlen gegenüber. Mein Geist fühlte sich versklavt und gedemütigt, denn ich fühlte mich dazu gezwungen, übermächtigen Trieben zu folgen, wie etwa Eifersucht, Habgier und Wut, um nur einige zu nennen und für die Konsequenzen verantwortlich zu sein auch nachdem die Begeisterung für eine Sache oder einen Menschen längst nachgelassen hatte. Ich fühlte mich durcheinander, unwissend und wollte etwas gegen die emotionale Verwirrung, die aus widersprüchlichen Emotionen bestand, tun. Was war der Grund für meinen inneren Widerspruch?
Um mir selbst die emotionalen Vorgänge in meiner Psyche bewusst zu machen, habe ich mir ein Konzept von zehn Grundkräften erstellt. Die Palette reicht von A1 bis A5 und von B1 bis B5.
A1 motiviert zum Alpha und damit aktiven Verhalten. B1 in Opposition zu Beta und damit passivem Verhalten. Führer und Administratoren ergänzen sich. Offiziere und Soldaten. Mut und Feigheit gehören bereits zu bewertetem sozialen Verhalten, denn Mut und Tapferkeit werden in einer Gesellschaft die auf Wettbewerb beruht viel mehr geschätzt als die Defensive. Politiker oder Fußballtrainer wollen und müssen Führungsstärke beweisen und bei allen Menschen dieses Spielfeldes spielt die Motivationskraft A1 eine proportional hohe Rolle.
Ich habe mit dem Konzept der 10 unterschiedlichen Kräfte endlich meine Motivationen erfasst und mir erklären können, warum ich mich auf bestimmte Art und Weise verhalten habe.
In Seven of Nine zeigen sich in einer Folge der TV-Serie Voyager die unterschiedlichsten Persönlichkeiten, jene, die vom „Kollektiv“ assimiliert wurden. Ihre Psyche besteht aus Teilpersönlichkeiten die vollkommen unterschiedlich motivieren. Was in dieser Folge überspitzt und daher sehr deutlich zu erfahren ist, ist der Umstand des spontanen Wechsels der agierenden Persönlichkeitsanteile.
Übertragen auf meinen Alltag bin auch ich launisch. Lediglich meine Maske verhindert, dass meine Umwelt von diesem starken Wechsel erfährt. Dennoch brechen spezifische Gefühle immer wieder durch, sei es Eifersucht, Habgier oder Geilheit. Im Fall eines erotischen Lustanfalls werde ich von der Energie B5 motiviert. Schokolade? Sex? Erfahren und nicht Denken! Ahhh… Jaaaa… Das ist Lust.
Das Gegenteil wäre A5, und diese reiht die Konsequenzen aneinander die aufgrund dieses Lustanfalls entstanden sind. Enge Hosen oder ein Ehering. Das Denken warnt nicht nur vor unkontrollierter Lust, es ist der Gegenpol, die Kontrollfunktion als solche, sie ist die Kraft, die Lust vereitelt, was leicht an zynischen Bemerkungen bezüglich Sex zu erkennen ist. A5 macht laufend abfällige Bemerkungen über B5. Ahhh… Jaaaa… Wo B5 Lust genießt, spricht A5 von „…unartikuliertem und unkontrolliertem Stöhnen“. (Tuvok)
Umgekehrt gilt das ebenfalls. B5 ist der Gegenspieler von A5. Auf der Götterebene stehen sich hier Apollo und Dionysos gegenüber.
Das Konzept ist mir sehr hilfreich im Verstehen des Verhaltens anderer Menschen und vor allem meiner Reaktionen. Über die Bandbreite meiner Emotionen oder über die Anzahl der in mir wohnenden und nun aktiven „Götter“ war ich erstaunt und später erfreut, denn so steckte ich nicht in einem Persönlichkeitsanteil (Dauermuster) fest, sondern konnte mein Erfahrungsspektrum sehr erweitern. Eine übermächtige A5 (Energie) hätte viele emotionale Erfahrungen in mir nicht zugelassen.
Der sich in mir entwickelnde neutrale Beobachter aber war in der Lage, auch die Energie von A2 zuzulassen, von A3, A4 und all den anderen auch. Jede Motivationskraft führt zu spezifischen Handlungen und diese wiederum zu Erfahrungen. Das ist das Leben und es kann sehr bunt sein oder werden. Das Reich der inneren Erfahrungen mag anfangs gefährlich und dunkel erscheinen, doch es birgt den größten Schatz, das wahre Selbst.
Wichtig auf dem Weg zum eigenen Licht (das auf Buddha, Christus oder Allah projiziert sein mag) ist, dass die Energieformen (Gefühle) konzeptuell verstanden werden, um schließlich in ihrem Erleben und damit in Erfahrung zu münden.
Der Beobachter gewährt eine bewusste Erfahrung. Ist er nicht vorhanden, läuft das Leben in einer Art Betäubung ab. Es erscheint daher angebracht, diesen neutralen Beobachter zu entwickeln, was damit beginnt, dass man sich mit allen 10 Motivationskräften aussöhnt.
Die Kräfte untereinander stoßen sich ab und ziehen sich an. Es lässt sich nicht umgehen, dass Dionysos auf Apollon schimpft und dass der Gott der Ordnung das Chaos mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln einzuschränken sucht. Ordnung und Chaos sind Gegensätze, die einander bedingen ebenso wie Denken und Gefühl oder Himmel und Erde.
Verbunden werden die Gegensätze im nicht wertenden und nur beobachtenden Geist. Dieser Geist wohnt nicht im Kopf, wie es der Logos tut. Er wohnt auch nicht zwischen den Lenden, wie Eros. Der freie Geist wohnt im Herzen. Liebe vermag Logos und Eros zu vereinen, denn Liebe ist in der Lage alles miteinander zu versöhnen.
Der Weg des Herzens führt in die Mitte. Buddha übt eine große Faszination auf jene aus, die für den Weg des bewussten Mitgefühls bestimmt sind. Ich fühlte mich stark von der spirituellen Energie motiviert. Ich habe sie der Motivationskraft B3 zugeordnet. B3 motiviert zur Suche nach dem eigenen Wesenskern. Er motiviert zur Suche nach „Buddha“ oder "Christus". Das "Licht" hat viele Namen…
HKD
Digital Art – own resources
HKD
Folter im Namen Gottes – Intro – Inquisitionsopfer
Der gefolterte Bürgermeister von Bamberg, Johannes Junius erklärt wenige Tage vor seiner öffentlichen Verbrennung die Zusammenhänge der Hexenverfolgung in Bamberg. Die vollständige Dokumentation über das FOLTERGEFÄNGNIS DER KATHOLISCHEN INQUISITION finden Sie nur auf WWW.MALEFIZ-HAUS.DE
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In Gottes Namen – Wie Gefährlich Ist Der Glaube? (nachtstudio vom 5.11.2006, ZDF) Gäste: Josef H. Reichholf (Evolutionsbiologe), Eugen Drewermann (Psychotherapeut), Julian Nida-Rümelin (Philosoph), Dirk Baecker (Soziologe, Systemtheoretiker)
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99 namen von Allah Deutsch Synchronisiert HQ

Der Mensch ist nach Islamischer Auffassung dazu erschaffen, Gott zu dienen, Ihn anzubeten und zu verehren. Als Lohn für seine Mühe ist ihm das Paradies versprochen, und die höchste Freude im Paradies ist es, Gottes Angesicht schauen zu dürfen und den Grund allen Seins zu erblicken! Das Ziel eines wirklichen Muslim ist deswegen nur der Schöpfer selber und nicht das Paradies! Die Welt ist ihm gleichgültig, doch sieht er in allen Dingen die Schöpferkraft Gottes. Er ist sich bewusst, dass kein Geschöpf Macht und Kraft besitzt, sondern Gott allein der Mächtige ist. Dies lässt keinen Raum mehr für irgendwelchen Stolz, denn der Gläubige weiss, dass er alles was er ist, was er besitzt und was er erreicht hat, Gott allein zu verdanken hat. Der Gläubige versucht, all sein Streben auf Gott auszurichten. Alles was er tut, tut er letzlich nur für und wegen Gott. Gottes Wohlgefallen ist ihm das höchste Gut. Je mehr er an Gott denkt und für Ihn lebt, desto mehr offenbart Gott ihm Seine Geheimnisse und Seine Natur. Da es aber unmöglich ist, das Streben auf etwas auszurichten, was wir nicht kennen, können wir nur auf Umwegen an Gott denken: Durch die Schöpfung sehen wir die Kraft, Macht und Schönheit des Schöpfers; durch Seine, vom Ihm selbst im Koran genannten Attribute, erkennen wir Sein Wesen (soweit dies einem Menschen überhaupt möglich ist). Allahs Attribute sind ungezählt. Diese 99 Namen sind es jedoch, die im Koran aufgeführt werden, und mit diesen Namen soll der Gläubige Gott …
Passion, Lust and Tenderness
Schöne in gottes name Bilder:
Passion, Lust and Tenderness

Bild von h.koppdelaney
Venus is her name… She got it!!! Yeah….
HKD
Ansichtssache
Thema Nr. 4
Was sind meine Ansichten über Sexualität und Lust?
Freuden ohne Reue?
Erotische Lust empfand ich bereits als Kind, doch setzte die unwiderstehliche Sehnsucht nach Befriedigung dieser Energie erst massiv während meiner Pubertät ein. Ich fand Erleichterung des drängenden Triebes durch regelmäßige Selbstbefriedigung und mit zunehmendem Alter auch mit Freundinnen. Ich benahm mich jedoch unbeholfen und selbstsüchtig, fühlte mich schüchtern, hilflos und vor allem unerfahren. Emotionale Verwirrungen begleiteten mich bis ich Anfang zwanzig eine feste Freundin gewann.
Ich habe den Begriff „gewinnen“ bewusst gewählt, denn auch Beziehungen zu Menschen unterlagen meinen Vorstellungen, die durch meine Erziehung geprägt wurden. Auf dem Schlachtfeld von Partnerschaft, Liebe und Erotik herrschte Wettbewerb. Es ging um Vergleiche über Aussehen, Potenz, wirtschaftliche Leistungskraft und gesellschaftlichen Status.
In meiner Welt standen die herzlichen Aspekte weit hinten, denn sie wurden als unbeständig schwächlich und irrelevant angesehen. Mit Sex und Eros ging ich daher pragmatisch um und mir reichte lange Jahre eine Triebbefriedigung ohne Herz, trotz heimlicher Sehnsucht.
Auch nach meiner Heirat blieb meiner Frau gegenüber das Herz verschlossen. Ich fühlte mich eng mit ihr verbunden und auch stark auf sie bezogen, doch Liebe spürte ich nicht für sie. Dieser Umstand war mir bewusst, doch ich wusste nicht, dass ich gar nichts mehr lieben konnte, weder Menschen, noch Tiere, noch mich selbst. Im Verlauf meiner Kindheit und Jugend hatte ich mein Herz verschlossen, der Schmerz und das Leiden an den herzlichen Gefühlen, die in meiner Umgebung als Schwäche angesehen wurden, erschienen mir unerträglich.
Nach der Pubertät verwechselte ich die Energie der Begierde und den Wunsch nach Bezogenheit und Sex mit Liebe. Es bedurfte viele Jahre, bis mir die unterschiedlichen Aspekte von Begierde bewusst wurden.
Begierde ist die Wurzel aller Formen von Anziehung ob in Bezug auf Dinge oder Menschen und repräsentiert neben der Abstoßung einen Pol innerhalb der kosmischen Dualität.
Die Tiefenpsychologen Sigmund Freud und C.G. Jung nannten die dualen Kräfte Eros und Thanatos. Ihnen entspringen alle anderen Gegensatzpaare wie: Anziehung – Abstoßung oder Schöpfung und Zerstörung.
Im Zeichen von Yin und Yang wird die Einheit dieser Dualität seit mehr als zweitausend Jahren abgebildet. Mystiker verwenden dieses Bild, um den dynamischen Aspekt und den ständigen Wechsel dieser Kräfte darzustellen.
Beide Energien, die der Anziehung (ich bezeichne sie als B4) und die der Abstoßung (A4) entspringen der einen Quelle (dem universalen Bewusstsein), versinnbildlicht in einem einzigen Zeichen. Liebe hat ihren Ursprung in dem Einen – häufig dargestellt als Kreis oder Kugel – und Hass ebenfalls.
Auf der körperlichen Ebene motiviert die Energie der Vereinigung (Motivationskraft B4) nicht nur zur Fortpflanzung. Für mich ist der lustvolle, aber auch der triebhafte Akt eine rituelle Vereinigung der Gegensätze, eine Verschmelzung zur Ganzheit.
Ich sehe die menschliche Vereinigung als ein Abbild für die kosmische Vereinigung der Gegensätze von männlich und weiblich, von Verstand und Gefühl, von Tag und Nacht oder Sonne und Mond. Diese Metaphern werden von allen mystischen Schulen verwendet, um die Unio Mystica (Vereinigung der Gegensätze) zu verbildlichen.
Im späteren Verlauf meines Lebens erkannte ich die tiefe Symbolik die in jedem Akt der Vereinigung liegt, und die Freude und Lust am erotischen Spiel vertiefte sich mit der zunehmenden Liebe für die gesamte Schöpfung, die ich aus dem Zentrum meiner Seele heraus wahrnehme.
Die Liebe für mich und meinen Körper löste eine lange Phase von Selbsthass ab (A4). Dunkelheit und Ebbe im emotionalen Bereich wurden zu Licht und Fülle. Die Dynamik des Wandels bestätigte sich mir und wurde mir zur tiefen Gewissheit. Alles geht vorüber. Weder kann sich Unlust halten noch die Lust, obwohl gerade diese Ewigkeit ersehnt. Doch jeder Befriedigung folgt ein Erschlaffen, jedem Höhepunkt eine Pause.
Begierden verwickeln mich ins Leben, Abstoßungen erlösen mich von ihnen. Wie könnte ich mich auf Beziehungen einlassen und neue Erfahrungen sammeln, wenn es niemals Abstoßung (A4) und mit ihrer Hilfe Befreiung und ein Ende gebe?
Die Vorzüge von Lust und Sexualität kann ich seit dem Ende meiner rigiden Vorstellungen von Moral und Anstand endlich genießen. Die östlichen, vor allem buddhistisch tantrischen Schriften haben meinen Blick auf Eros und Lust vertieft und befreit.
Bewusst erfahrene Lust und Sexualität gepaart mit den Gefühlen des Herzens ist das Ergebnis eines langjährigen Prozesses der Befreiung von den Tabus und engen Vorstellungen einer bürgerlichen Erziehung.
Ich stellte allerdings fest, dass zahlreiche Hemmungen im Bereich des Eros aus früheren Inkarnationen zu stammen scheinen. Träume und Visionen zeigten mir, dass eine ungehemmt und unbewusst ausgelebte Sexualität leidvolle Krankheiten mit sich brachten.
Venus ist eine verführerische Göttin und der Gott Amor ein Verzauberer. Eros nimmt keine Rücksicht auf Ordnungen oder Eheversprechen. Dennoch entspringt Venus nicht ihrer selbst, sondern ist Tochter des Gottes Jupiter. Alle Triebe haben ihren Ursprung in der Einheit, dem Zentrum des eigenen Geistes. Auch Blockaden entspringen der innersten Quelle oder dem höheren Selbst.
Hemmungen, Schüchternheiten, Selbstkontrolle im erotischen Bereich haben oder hatten für mich einen Sinn. Ich halte es für angebracht, jede Form einer Blockade auf diesem Gebiet möglichst tiefgründig und respektvoll zu ergründen.
Ist die Zeit für eine Lösung gekommen, wird sie mit Sicherheit viel Lust und endlich eine Freude ohne Reue bringen.
HKD
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